Anti-Aging mit speziellen Wirkstoffen und Treatments

Die Behandlung der Augenumgebung kann mit speziellen Präparaten die Wirkung der Systempflege verstärken. In der Regel wird die Augenbehandlung vor den Einwirkzeiten von z. B. der Maske oder einer Packung durchgeführt. Sowohl während der normalen Gesichtsreinigung (z. B. mit Augen-Make-up-Entferner) als auch in der Tages-, Intensiv- und Abschlusspflege wird die Augenpartie mitbehandelt. Beachten Sie aber bitte unbedingt, dass diese bei Augenerkrankungen nicht behandelt werden kann. Das gilt vor allem für die infektiöse Bindehautentzündung. Auffallend geschwollene Haut rund um die Augen muss erst ärztlich begutachtet werden, bevor Sie eine Behandlung durchführen lassen. Lesen Sie im Folgenden, in welchen Fällen sich ein Special empfiehlt.

Im Bereich der Augen fällt die Alterung der Haut besonders schnell auf. Die Epidermis um die Augen ist um die Hälfte dünner als im übrigen Gesicht. Dieser Bereich gehört zu den durch die Mimik besonders stark bewegten Gesichtsbereichen und wird z. B. auch bei den unablässig stattfindenden, unbewussten Gefühlsäusserungen wie Freude, Anstrengung oder Schmerz durch das Zusammenkneifen der Augen stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Lider werden von der Augenringmuskulatur bewegt. Die Haut um die Augen herum ist besonders fein und dünn, wodurch diese Beweglichkeit überhaupt erst möglich ist.

 

Zwinker-Falten und Linien

Durch die unterschiedliche Beanspruchung dieser Partie, mit zunehmendem Alter sowie durch einen Mangel an kosmetischer Pflege oder Erkrankungen, entstehen Falten um die Augen herum. Am Augenwinkel bilden sich „Krähenfüsse", also Mimikfalten, die sich durch das Lachen oder Zusammenkneifen der Augen ergeben. Sie verlaufen kranzförmig vom Augenwinkel ausgehend. Weitere Mimikfalten entstehen unter dem Auge in längs verlaufender Richtung. Die Lider selbst sind ebenfalls mit kleinen Fältchen versehen, die sich im Laufe des Alterungsprozesses bilden. 

Auch Umweltfaktoren belasten die feine Haut um die Augen. Dazu gehören allergische Reaktionen und unangenehme Wirkungen von Heuschnupfen-Attacken. Sie führen oft zu tränenden, juckenden Augen. Die Betroffenen reiben sich häufiger die Lider, was zu Rötungen und Reizung führt. Unter dem Auge lässt der vermehrte (leicht salzige) Tränenfluss die Haut austrocknen. Das gleiche Bild zeigt sich bei einem Ekzem oder einer atopischen Dermatitis. Nach den krankheitsbedingten Schüben bleibt eine leicht gelblich-rötliche, empfindliche und von winzigen Knitterfältchen durchzogene Haut um die Augen herum zurück.

 

Flüssigkeits-Polster und Ringe

Schwellungen im Bereich dieser Partie (Lider und Tränensäcke) entstehen durch Flüssigkeitsansammlungen, bedingt etwa durch Allergien. Schwillt die Haut wieder ab, ist sie rau, gerötet und strapaziert. Auch Krankheiten, Rauchen oder Alkoholkonsum können die Augenumgebung anschwellen lassen. Mögliche Ursachen sind jedoch auch Unverträglichkeitsreaktionen auf Pflegeprodukte. Häufig wird die Tages- oder Nachtcreme über die Augenlider aufgetragen. So können spreitende Öle in die Schleimhaut der Augen gelangen und zu Schwellungen führen. Dunkle Augenringe sind teilweise erblich bedingt, können aber auch auf Erkrankungen oder Schlafmangel hinweisen. Sie werden durch sauerstoffarmes Blut verursacht, das nicht hell und rot, sondern bläulich wirkt. Es schimmert dunkler durch die Haut, da unter den Augen die Haut sehr blutgefässreich ist. Auch das subkutane Fettgewebe ist hier sehr dünn. Dunkle Augenringe sind mit dekorativer Kosmetik gut abzudecken, aber nur bedingt wirkungsvoll mit pflegender Kosmetik zu behandeln.

 

Gezielte Pflegemassnahmen

Im Institut können unterschiedliche Treatments für die Augenpartie angeboten werden. Diese können z. B. manuelle Anwendungen von Augenmasken (Peeloff, Vlies) umfassen, Produkte wie Augencreme, -gel, ölfreies Konzentrat, Serum sowie Kompressen, getränkt mit Wasser und Kräuterextrakten.

Augenpräparate sollen kühlen, schnell einziehen und gut hautverträglich sein. Sie sollten weder spreitende Öle, noch Hilfsstoffe wie Parfum enthalten. Unterschiedliche Produkte kommen für die Pflege der Augenumgebung in Frage. Creme, Gel oder eine Spezialmaske können von der Kundin natürlich auch zu Hause angewendet werden. 

In flüssiger Form können Konzentrate auf die Augenumgebung aufgetragen werden. Diese Ampullen enthalten auf der Basis von Wasser z. B. beruhigende Wirkstoffe wie D-Panthenol, Vitamine und straffende Substanzen wie Hyaluronsäure. Ölhaltige Konzentrate sollten nicht zur Augenpflege verwendet werden, da die Öle in die Augen „fliessen" können - der unerwünschte Effekt sind gerötete und geschwollene Augen bzw. ein „Ölfilm" auf dem Augapfel.

Augencreme enthält idealerweise fett- und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, die in einer unparfümierten Cremegrundlage eingearbeitet sind. Als Basisstoffe eignen sich hierfür Wasser und Glycerin. Gegen die trockene Haut der Augenumgebung helfen fettreiche Wirktoffe wie Ceramide, ausserdem Phytoterine und Coenzym Q10. Aufpolsternde und straffende Wirkstoffe wie Hyaluronsäure und Kollagen mindern Fältchen. Die Augencreme wird unter dem Auge am Rand der Augenringmuskulatur leicht aufgetupft - bis über die seitlich verlaufenden Fältchen am Augenwinkel. Das bewegliche Lid sollte frei bleiben. Auf das unbewegliche Lid, also die Partie zwischen Braue und Lidfalte, wird die Augencreme dünn aufgetupft.

Augengel enthält kein Öl und ist idealerweise unparfümiert. Der Basisstoff Wasser hat eine kühlende Wirkung. Straffend und feuchtigkeitsspendend sind Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Mäusedorn- oder Gurkenextrakt enthalten. D-Panthenol z. B. wirkt beruhigend auf gereizte Haut in der Augenumgebung. Im Gegensatz zu einer Augencreme kann ein Gel aufgrund der fehlenden Öle etwas weiter in Richtung des beweglichen Lids eingestrichen werden. Dazu wird es, wie oben genannt, aufgetragen und noch etwas über die Lidfalte hinaus gestrichen. Auch hierbei bleibt der Lidrand ganz frei. Diese Anwendung ist besonders geeignet, wenn die beweglichen Lider gerötet sind, etwa nach einer „Heuschnupfen-Attacke".

 

Sanfter Masken-Zauber

Als Maske für die Augenumgebung eignen sich besonders Vliese, die mit unterschiedlichen Wirkstoffen „beladen" sind, z. B. mit Kollagen, Vitaminen, Kaviar oder Grüntee-Extrakt. Die Vliese sind bereits fertig geschnitten und trocken in Brillenform erhältlich. Sie werden auf die Augenpartie aufgelegt und mit einem nassen Wattepad nach und nach angefeuchtet. Dabei legen sie sich dicht und weich auf die Haut auf. Da sie weder Öl noch Fett enthalten, können sie selbst über die empfindlichen beweglichen Augenlider gelegt werden. Denn es besteht nicht die Gefahr, dass diese Substanzen die Augäpfel reizen könnten.

 

Erfrischen und stabilisieren

Eine zusätzlich kühlende oder wärmende Anwendung bietet die Augenbrille, die entweder gekühlt (im Kühlschrank) zur Abschwellung oder erwärmt (im heissen Wasserbad) für müde Augen angewandt werden kann. Durch spezielle Behandlungen kann die Haut um die Augen herum und auf dem Augenlid besonders bei strapazierter und geröteter Haut wieder beruhigt werden. Auch in schubfreien Erkrankungszeiten z. B. bei Neurodermitis oder Allergien, wenn die Augenpartie mit betroffen war, lässt sich die Haut mithilfe spezieller Präparate wieder stabilisieren.